I CHOOSE FREEDOM – Die Digitale Nomaden-Konferenz DNX ist das Inspirierendste, was ich je besucht habe!

fast 500 Teilnehmer kamen zu dem DNX Main Event
Das DNX Main-Event mit fast 500 Teilnehmern hat das Kino Babylon in Berlin ausgefüllt

Am vergangenen Wochenende war es endlich so weit: fast 500 Digitalen Nomaden haben sich bei der DNX Berlin getroffen, um in Workshops, Vorträgen und Poduimsdiskussionen Neues zu lernen, Erfahrungen auszutauschen und zu netzwerken. Mein persönliches Ziel: neue Ideen und Anregungen auf der Suche nach dem idealen Geschäftsmodell zu finden, das zu meinem Wunsch-Lifestyle passt.

Ich habe noch nie eine Veranstaltung mit beruflichem Kontext erlebt, die so viel positiven Spirit verbreitet hat, wie die DNX. Bevor ich lange versuche, Dir diesen Spirit in Worten zu vermitteln, schau Dir einfach dieses mitreißende Intro-Video an!

 

Im folgenden Beitrag gebe ich Dir eine kleine, persönliche Zusammenfassung meiner Eindrücke von dem Event.

 

Zeit- und ortsunabhängiges Arbeiten = selbstbestimmtes Leben

Motto der diesjährigen NDX: I CHOOSE FREEDOM
I CHOOSE FREEDOM war das Motto der diesjährigen NDX

Alle, die sich von Donnerstag bis Samstag auf der DNX trafen, haben eines gemeinsam: sie wollen ein freies, selbstbestimmtes Leben führen. Die digitale Welt ermöglicht genau dies! Die meisten von ihnen sehen im Reisen eine große Zutat für ein glückliches Leben, es gab aber auch Menschen wie mich, die Orts- und Zeitunabhängigkeit nicht primär zum Reisen suchen sondern schlicht der Freiheit wegen. An dieser Stelle möchte ich auch gleich mal mit (m)einem Vorurteil aufräumen: Digitale Nomaden sind nicht ständig auf Reise, das lässt sich nämlich nur sehr schwer mit Arbeiten vereinbaren. Zu groß wären die Störungen durch jeden erneuten Ortswechsel. Vielmehr ändern sie ihren Standort „nur“ alle ein bis mehrere Monate. Gerade das Stichwort langsames Reisen wurde immer wieder betont, denn es geht ja auch darum, Land und Leute intensiv zu erleben.

 

Faszinierende Menschen

Die Teilnehmer sind so unterschiedlich wie ein Strauß Wiesenblumen. Ein Referent z.B. hatte mit 13 sein erstes Business gegründet und besitzt inzwischen – mit Anfang 30 – ein mehrstufiges Firmengeflecht. Viele Referenten sind schon seit mehr oder minder vielen Jahren Digitale Nomaden und teilten ihre Erfahrungen mit uns Neulingen. Mehr als die Hälfte waren das erste Mal auf der DNX. Manche wollten einfach mal sehen, was das Digitale Nomadentum eigentlich bedeutet. Andere waren schon einen Schritt weiter und möchten Ihr Leben verändern, wissen aber noch nicht so recht, wie. Dritte hatten schon eine Geschäftsidee, wiederum andere sind mitten in der Gründungsphase und dann waren da eben auch die „alten Hasen“. So traf ich auf die unterschiedlichsten Menschen, von Anfang 20 bis Mitte 50, Singles und Paare, Berufseinsteiger und solche, die das Leben gezeichnet hat. Dennoch: jedes einzelne Gespräch hat mir geholfen, sei es, dass es mir die Augen geöffnet hat, oder neue Ideen auslöste.

Total beeindruckend fand ich die Idee eines Digitalen Nomaden, die er nach der DNX gepostet hatte, hier ein Auszug:

[…]

Ich habe in den letzten Jahren diverse IT Unternehmen gegründet und habe selbst – derzeit – keine Lust wieder operativ selbst zu arbeiten.

Ich habe aber unheimliche Lust daran andere zu unterstützen:

Ich würde gerne jemanden von der DNX unterstützen, der heiß ist, aber sich den Absprung nicht zutraut!

Vor allem möchte ich diese Person finanziell unterstützen. Ich habe -grob- folgendes Angebot zu vergeben:

Ich unterstütze jemanden beim Sprung vom 9-5 Job ins digitale Nomadentum, indem ich ihm oder ihr primär finanziell & sekundär durch Beratung und Know How zur Seite stehe.

Ich stelle mir in etwa vor, der Person 12 Monate ihr aktuelles Gehalt weiter zu zahlen!

Du erhältst also von mir vom ersten Tag an dein komplettes derzeitiges Gehalt und hast vom ersten Tag an 100% deiner Zeit für dein eigenes Projekt.

[…]

Dieses Beispiel zeigt den unglaublich ausgeprägten Community-Geist, der sich durch die DNX zog. Ein wirklich beeindruckendes Beispiel, Hut ab!

 

Die unterschiedlichsten Geschäftsmodelle – für jeden das Passende

Wer in der digitalen Welt geschäftlich erfolgreich sein möchte, braucht drei essentielle Schlüssel zum Erfolg: ein Notebook, Internet-Zugang und Kenntnisse im Online Marketing. Die Gleichung ist nämlich ganz simpel:

mehr qualifizierte Besucher auf meiner Website = mehr Geschäftserfolg

Viele Wege führen bekanntlich nach Rom. So kann ein Digitaler Nomade auf die verschiedensten Geschäftsmodelle zurückgreifen. Dabei steht unter den Digitalen Nomaden das Bootstrapping-Prinzip, also eine Firmengründung ohne größeren Kapitalbedarf, hoch im Kurs, denn die meisten bringen keine größeren Reichtümber mit sondern fangen klein an.

Im Wesentlichen unterscheidet man zwischen aktivem und passivem Einkommen. Beim aktiven Einkommen tauscht man Arbeitszeit gegen Geld, das, was auch ein Angestellter macht. Typische Tätigkeiten sind:

Freelancer

Es gibt viele Freelancer-Tätigkeiten, die sich ortsunabhängig ausüben lassen, z.B.  Übersetzen, Texten, Web- oder Grafik-Design, Technisches Zeichnen, …

Beratung & Coaching

Wer ein Experte auf einem Gebiet ist, kann sich damit selbständig machen, andere Leute zu beraten und Ihnen bei Ihrer Herausforderung zu helfen. Dank Skype & Co. lässt sich sowas ebenfalls gut ortsunabhängig organisieren.

 

Auf mich übt das aktive Einkommen derzeit keine große Anziehungskraft aus, denn das Problem ist, durch den Tausch Zeit gegen Geld ist die Skaliermöglichkeit von Erfolg naturgemäß begrenzt. Mich interessiert viel mehr das passive Einkommen. Das Wesen des passiven Einkommens ist es, seine Arbeitskraft in die Entwicklung bzw. in das Betreiben eines Produktes zu stecken, das sich vermarkten lässt. Nachteil: es gibt keine Garantie, dass sich der Aufwand lohnt. Wenn das Ergebnis aber gut ist, dann profitiert man uneingeschränkt von dem gesamten Erfolg. Ein weiterer Vorteil von passivem Einkommen ist, dass es auch dann weiter fließt, wenn man schläft, reist oder an anderen Projekten arbeitet. Möglichkeiten, um passives Einkommen zu erzielen, sind u.a.:

Bloggen

Blogs gibt es wie Sand am Meer. Nicht jeder Blogger hat den Anspruch, mit seinem Blog Geld zu verdienen, viele aber schon. Das geht, indem man Werbung auf der Seite schaltet, sei es Werbebanner für einen bestimmten Partner oder Sponsor oder z.B. Google Anzeigen. Auch über Affiliate Links, also Partnerlinks zu einem Onlineshop, kann man über Provisionen Einkommen generieren. Ich persönlich zweifle zwar daran, dass die meisten mit Ihrem Blog genug Geld verdienen können, um davon zu leben. Allerdings habe ich auch durchaus Beispiele gesehen, die offensichtlich mit Bloggen einen wichtigen Teil Ihres – z.T. sehr auskömmlichen – Einkommens damit bestreiten.

Affiliate Marketing

Bis zum Start meiner Alpen-Fernwanderung erstelle ich eine Marktübersicht für Bollerwagen
Mein erstes Affiliate-Projekt: Marktübersicht Bollerwagen

Neben dem Blog gibt es noch andere, viel typischere Modelle für das Affiliate Marketing. Im Kern geht es immer darum, eine Internetseite zu unterhalten, die genügend Besucher / Leser auf sich ziehen kann, indem sie einen wie auch immer gearteten Mehrwert bietet. Im letzten Beitrag habe ich erzählt, dass ich in den letzten Wochen zu Testzwecken genau so eine Affiliate Seite erstellt habe, nämlich meine Marktübersicht Bollerwagen. Erfreulicherweise fängt sie nun schon an, Geld zu verdienen, wenn auch noch nicht sehr viel, was in der Kürze der Lebenszeit aber auch nicht zu erwarten ist.

eBooks

Das Publizieren elektronischer Bücher ist ebenfalls ein typisches Bootstrapping-Projekt. Neben einem Thema, das genügend kaufwillige Leser findet, muss man „nur“ seine Arbeitskraft investieren. Ob man das Ergebnis ausschließlich selbst vermarkten möchte oder auch über Plattformen wie Amazon, ist dann eine Frage der eigenen Vermarktungsstrategie. Der jüngste Referent auf der DNX hat von seinem erfolgreichen eBook berichtet. Er ist noch Schüler und hat einen Reisebericht publiziert. Natürlich gibt es jede Menge Themen, die sich für ein eBook eignen. Und auch wenn das eigene eBook vielleicht nie in die Bestseller-Listen vordringt, so kann es ein wichtiger Teil im persönlichen Einkommens-Portfolio sein, denn Diversifikation ist auch hier sehr ratsam!

Online-Lehrgänge

Sie sind die Produkt gewordene Dienstleistung des Berater oder Coachs. Zwar steckt man zu Anfang sehr viel Arbeit in einen Online-Lehrgang, dafür verkauft er sich später unabhängig von der eigenen Arbeitskraft.

Online-Shop

Ein weiteres lohnendes Geschäftsmodell ist ein Online-Shop. Richtig, wer aufmerksam gelesen hat, wird einwerfen, dass sich das Betreiben eines Online-Shops kaum mit dem Anspruch des zeit- und ortsunabhängigen Arbeitens vereinbaren lässt. Das löst das sogenannte Drop-Shipping-Prinzip. Der Betreiber eines Online-Shops sorgt dafür, dass selbiger erstellt wird und gut gefunden wird. Die operative Abwicklung wird in die Hände eines externen Logistik-Dienstleisters oder sogar des Herstellers gelegt, der den Versand der Ware, Retouren sowie Reklamationen abwickelt. Der Vorteil: man kommt ohne eigenes Personal aus und muss kein Kapital z.B. in Form eines Lagers binden.

Eigenes Produkt

Wer sich bei seinem Online-Shop nicht in die Abhängigkeit anderer Hersteller begeben möchte, der findet noch mehr Unabhängigkeit in einem eigenen realen Produkt. Auch hier gibt es Outsourcing-Prinzipien, die das Ziel der Zeit- und Ortsunabhängigkeit – zumindest in Teilen – ermöglichen. Produktentwicklung und  Vermarktung hält man in eigenen Händen, die Produktion und Logistik überlässt man externen Partnern. Parade-Beispiel ist Red-Bull.

 

Während der DNX habe ich zu diesen Themen so viel Literatur-Empfehlung erhalten, dass auf meiner Wanderung auch bei schlechtem Wetter keine Langeweile aufkommen wird. Damit ich nicht so viele Bücher schleppen muss, habe ich gleich einen eBook-Reder samt eBooks gekauft. Hier ein Auszug der Literatur-Liste:

 

Das A und O: der Glaube an sich selbst und Durchhaltevermögen

Ich fand es sehr gut, dass die Referenten auch sehr klar und deutlich gemacht haben, dass der Erfolg auch im Internet nicht vom Himmel fällt. Vielmehr ist er – wie meistens im Leben – ein Produkt von viel Fleiß. Allerdings haben viele von ihnen ihre Online-Karriere ohne besondere Kenntnisse über Online-Marketing gestartet. Da bleibt es nicht aus, dass man mehr als einmal hinfällt. Wichtig ist es nur, dann wieder aufzustehen und weiterzumachen. Wer an sich und sein Ziel glaubt und das nötige Durchhaltevermögen aufbringt, wird am Ende da ankommen, wo er hin möchte. Insofern hat die DNX einem viel Mut gemacht und dank der vielen neuen Kontakte konnte ich mir ein erstes Netzwerk schaffen, auf das ich zurückgreifen kann, wenn ich mal einen Durchhänger habe oder nicht mehr weiter weiß.

 

Danke an die Organisatoren der DNX Berlin

Die DNX-Gründer Marcus Meurer und Feli Hargarten beim Moderieren
Die DNX-Gründer Marcus Meurer und Feli Hargarten haben einen super Job gemacht!

Die mit knapp 500 Teilnehmern nicht gerade kleine DNX-Konferenz ist ebenfalls das Produkt Digitaler Nomaden. Das Pärchen Marcus Meurer und Feli Hargarten sind zwar nicht die ersten Digitalen Nomaden im deutschsprachigen Raum, ihnen verdankt aber die Digitale Nomaden-Community diese beeindruckende Plattform für den Erfahrungsaustausch. Ihre Planung und Vorbereitung haben sie – wie es sich für echte Digitale Nomaden gehört – im Großen und Ganzen von Ihren Wahl-Orten in Asien und Südamerika heraus betrieben. Ein gelungenes Beispiel zum „Anfassen“, das zeigt, dass auch große Projekte zeit- und ortsunabhängig zu stemmen sind.

Feli und Marcus, vielen Dank für dieses herausragende Erlebnis!

 

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