Ein Manager auf der Suche nach dem Sinn des Lebens

Sucht den Sinn des Lebens: Daniel Oswald, Pilger in den Alpen
sucht in den Alpen nach seinem Sinn des Lebens: Daniel Oswald

Ultreia, Ultreia, et Suseia! Berg Heil!

Mit den Grüßen der Pilger und der Bergsteiger heiße ich Dich auf meinem Blog herzlich willkommen. Mein Name ist Daniel Oswald. Ab Anfang Juni 2015 werde ich für ca. drei Monate als Bergpilger in den Alpen pilgern. Warum, erfährst du hier.

 

Aus Lust wurde Frust – was ist mein Sinn des Lebens?

Als erfolgreicher Manager eines innovativen mittelständischen Maschinenbauers dachte ich, meinen Sinn des Lebens zu kennen: ich war immer auf der Suche nach dem nächsten Adrenalin-Kick. Doch Mitte 2014 trat ein, was fast täglich irgendwo auf dieser Welt passiert: das Unternehmen, für das ich so leidenschaftlich gearbeitet hatte, wurde an einen Wettbewerber verkauft. Die gute Nachricht: ich behielt meinen Job und durfte mich fortan mit vereinten Teams in die Arbeit stürzen, an Aufgaben mangelte es ja nicht. Doch es kam, wie es in vielen Fällen von Fusionen vorkommt: ich konnte die neue Ausrichtung des nun entstandenen Unternehmens immer weniger mit meinen persönlichen Vorstellungen in Einklang bringen.

Frust machte sich breit, der nach ein paar Wochen von der Sinnfrage abgelöst wurde. Also machte ich mich auf die Suche nach meinem wirklichen Sinn des Lebens und verschlang das Buch The Big Five for Life: Was wirklich zählt im Leben [John Strelecky]. Ich konnte zwar die Frage nach meinem Sinn des Lebens danach immer noch nicht beantworten, allerdings wurde ich mit einer zentralen Frage des Lebens konfrontiert, die mich in der Mitte meines Lebens vor einen Scheideweg stellen sollte.

 

Quo vadis? Eine Frage der Eigenverantwortung

Will ich wirklich das nächste Vierteljahrhundert mein Leben vor mir herschieben, nur um möglichst viel Geld zu verdienen, damit ich dann im Ruhestand endlich das tun kann, was ich schon immer gerne tun wollte? Nicht falsch verstehen: ich liebte meinen Job! Gerade die letzten vier Jahre waren die besten meines bisherigen Berufslebens. Doch es war stets ein Job und hatte wenig mit meinen persönlichen Interessen zu tun. Die Alternative klingt so simpel, dass ich mich immer noch frage, warum ich erst jetzt auf diesen Gedanken gebracht wurde: Statt das Leben auf später zu verschieben, sollte ich viel lieber jetzt schon das tun, was ich wirklich gerne machen möchte. Einziger Haken: irgendwie muss ich einen Weg finden, damit gleichzeitig meinen Lebensunterhalt zu verdienen!

Der Sinn des Lebens besteht darin, glücklich zu sein.“
[Tendzin Gyatsho, 14. Dalai Lama]

Was aber könnte das sein? Ratlosigkeit machte sich breit. Also fing ich an, mit Hilfe des Buches Finde den Job, der dich glücklich macht: Von der Berufung zum Beruf [Angelika Gulder]
tief in mich hineinzuschauen um nach meiner Berufung zu forschen. Doch da ich mich seit Jahren so sehr auf meine Karriere konzentriert hatte, sind meine persönlichen Ziele und Bedürfnisse mangels Beachtung in den Tiefen meines Ichs verschollen gegangen.

 

Durch die Alpen pilgern als biografischer Neustart

Pilgern in den Alpen: Daniel Oswald: in den Bergen bekomme ich den Kopf frei
beim Wandern bekomme ich den Kopf am besten frei

Je mehr ich las, desto mehr Fragen kamen auf, doch die Suche nach meinem Sinn des Lebens blieb erfolglos. In meinem Kopf herrschte lediglich Chaos, all die Gedanken wollten sich partout nicht zu einer klaren Idee zusammenfügen lassen. Von meinen vergangenen Bergtouren wusste ich, wie gut ich in den Bergen meinen Kopf frei bekommen kann. Da ich schon länger von einer größeren Bergtour träumte, beschloss ich, mir eine temporäre Auszeit zu nehmen. Als Aussteiger auf Zeit werde ich zum Bergpilger, der sich – am Alpen-Kamm entlang wandernd und bergsteigend – auf die Suche nach sich selbst macht. So kam es, dass ich Ende 2014 meinen gut bezahlten Job an Nagel hängte.

Für wen ich diesen Blog schreibe:

  1. für meine Familie und Freunde, damit sie mich – zumindest virtuell – auf meiner persönlichen Pilger-Reise durch die Alpen begleiten können
  2. für allen jene, die in einer ähnlichen Situation stecken, um ihnen Mut zu machen, unkonventioneller zu denken und ihr Leben aktiv zu gestalten, sonst tun es andere für einen.
  3. für mich selbst, damit ich mich intensiv mit einer meiner wichtigsten Lebensfragen auseinandersetze

 

Danke!

Ich möchte mich ganz besonders bei meiner Lebensgefährtin Bianca dafür bedanken, dass sie so viel Verständis für mich aufbringt und mir für dieses Projekt den Rücken frei hält! Das ist ganz sicher nicht selbstverständlich!

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