Tag 28-30: Zeit zum Organisieren und Erholen

So., 6. – Mi. 8. Juli 2015

 

Mit meiner Unterkunft, dem Kirchenwirt, habe ich mal wieder richtig Glück! Er wird seit zwei Jahren von einem holländischen Paar und deren Kinder betrieben. Die Beiden haben das Haus mit sehr viel Geschmack und ebenso viel Liebe zu alten Werkstoffen komplett renoviert. Dazu kommt, dass sie super nett sind! Hier fühle ich mich vom ersten Moment an wohl!

Den ersten Pausentag verbringe ich hauptsächlich mit meinem Blog. Für die letzten Tage muss ich vor allem noch die Texte schreiben. Fotos sichten, von der Kamera auf mein Smartphone laden, von dort aus auf dem Webserver. Das alles geht am Telefon nur semioptimal und nimmt entsprechend Zeit in Anspruch.

Ich habe wieder einmal Glück, die Wirtin lässt mich an ihren Rechner. Von soviel Vorschuss-Vertrauen bin ich immer wieder beeindruckt und ich tue natürlich alles, diesem Vertrauen gerecht zu werden. An einen Rechner zu dürfen gibt mir nicht nur die Möglichkeit, Sicherungskopien von meinen Fotos anzufertigen. Seit längerem schon stört mich, dass die Bildergalerien im Blog nicht richtig dargestellt werden. Normalerweise sollte man auf ein Foto klicken können und das Bild wird vergrößert. Ich probiere es als erstes mit einem Update meines Blog-Systems und den Komponenten, leider ohne Erfolg. Also schreibe ich den Support des PhotoGallerie-Programmieres an. Die sind total rührig und arbeiten insgesamt eineinhalb Tage daran, das Problem zu lösen – mit Erfolg. Nun kann man endlich wieder die Fotos als Bildershow anschauen!

Außerdem erinnere ich mich wieder an die Jaidbachalm, von der mir vor ein paar Tagen Anna vorgeschwärmt hatte, die ich unterwegs kennengelernt habe. Ich frage mich, ob ich dort wohl übernachten kann. Da ich auf der Website meine Frage nicht beantwortet bekomme, schreibe ich einfach eine e-Mail und erkläre die Situation.

Am zweiten Pausentag werden meine organisatorischen Pflichten weniger, so dass ich mich voll dem Erholen widmen kann. Um die Mittagszeit gehe ich zur Touristeninformation um nachzufragen, ob das Päckchen mit neuen Karten und Führer angekommen ist. Ohne diese kann ich die Route der nächsten Tage nicht festlegen. Das bedeutet also, dass ich noch einen Tag bleiben muss. Gut, dass das Wetter am Mittwoch schlecht gemeldet ist, da stört mich dieser Umstand nicht weiter.

Am Nachmittag erhalte ich eine Antwort bezüglich der Jaidbachalm. Ja, man wird mich schon irgendwo unterbringen. Da die Alm telefonisch nicht erreichbar ist, kann es aber sein, dass ich früher dort ankomme als die Alm informiert werden kann. Ich soll mich dann einfach dort melden. Na, das klingt doch super! Ich war noch nie bei einer Käserei und bin super gespannt, ob ich da was zu sehen bekomme.

Starke Regenfälle und Hagel bescheren mir einen weiteren Pausentag
Starke Regenfälle und Hagel bescheren mir einen weiteren Pausentag

Am Mittwoch morgen sitze ich gerade beim Frühstück. Von einem Augenblick auf den nächsten fängt es an, stark zu regnen, zeitweise hagelt es so viel, dass sich vor dem Haus kleine weiße Hagelfelder bilden. Gut, denke ich mir, dass ich heute nicht losgegangen bin.

Weitere zwei Male schüttet der Himmel alles runter, was er an Wasser aufbringen kann. In einer der Regenpausen – ich bin gerade am Spazieren gehen, sehe ich einen verpassten Anruf auf meinem Telefon. Die Nummer scheint von der Touristeninformation zu sein. Das kann nur Gutes bedeuten! Also ändere ich meinen Weg und kann fünfzehn Minuten später das ersehnte Päckchen in Empfang nehmen!

Das neue Karten- und Führermaterial reicht bis Sterzing
Das neue Karten- und Führermaterial reicht bis Sterzing

Somit ist der Nachmittag gerettet, und ich kann meine nächsten Etappen planen! Sie werden mich nach Italien ins Ahndtal führen und dort über verschiedene Höhenwege und -Stiege bis nach Sterzing führen.

 

 

 

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